Projekt-Idee

In Tansania und somit auch in Ifakara gibt es nicht für jedes Kind die gleichen Möglichkeiten eine solide Grundausbildung zu absolvieren. Dafür gibt es mehrere Gründe, an erster Stelle steht Armut. Die meisten Kinder versuchen die übliche Schule zu besuchen, welche vom Staat gebaut wurde. In diesen Schulen gibt es jedoch keine gerechtes Verhältnis der Anzahl Schüler und Anzahl Lehrer und dessen Infrastrukturen sind sehr bedenklich.

Somit ist es für die Lehrer unmöglich allen Kindern den Schulstoff fachgerecht beizubringen. Andere Kinder können die Grundschule überhaupt nicht besuchen, weil in Ifakara nicht genügend Schulen für die da lebende Bevölkerung zur Verfügung stehen oder die Eltern das Geld für die Schulgebühren nicht aufbringen können. Aus diesem Grund ist im Jahre 2008 die Idee entstanden in Ifakara eine Primarschule zu erbauen und und Kindern den Besuch der Primarschule mit einer angenehmen und lernfreundlichen Umgebung zu ermöglichen.

Es hat sich herausgestellt, dass es für den Bau bzw. die Inbetiebnahme und späteren Betrieb der Schule es unvermeindlich ist, die Verwaltung der Schule vor Ort in vertrauensvolle und erfahrene Hände zu geben. Im Sommer 2012 konnte ich mit dem seit kurzem ansässigen Bischof in Ifakara und dessen Assistenten ein Gespräch führen und die bereits erbauten Gebäude unserer St. Raffael Schule vor Ort zeigen. Der Projektplan wie auch der erstellte Bau und dessen Umgebung und Bodenumfang haben die Herren überzeugt und sie zeigten sich bereit das Projekt zu übernehmen. Dies bedeutet, dass die Bodenrechte und somit die Rechte an der Schule im Januar 2013 vollumfänglich an die Diözese Ifakara überschrieben worden sind und diese für die Verwaltung und den Betrieb auch rechtlich zuständig sind.

Da der Bau der Schule eher ausserhalb von Ifakara steht hat die Diözese gemeinsam entschieden, dass aus St. Raffael nicht wie von uns geplant eine Primarschule, sondern eine Sekundarschule entstehen soll. Dies auch, weil Sekundarschulen noch dringender benötigt werden als Primarschulen. Immer mehr Kinder sind daran interessiert die Sekundarschule zu besuchen, damit sie danach zu einem Studium zugelassen werden. Die Diözese hat bereits mehrere Schirmherrschaften über Sekundarschulen und somit die nötigen Fachkenntnisse, um den Betrieb sicherstellen zu können.

Da es noch einen grossen Mangel an Sekundarschulen gibt, ist deren Einzugsgebiet umsogrössen. Dies bedeutet, dass ein grosser Teil der Schüler die ganze Woche vor Ort sind und lediglich übers Wochenende nach Hause gehen. Dies wiederum setzt voraus, dass eine Unterkunftsmöglichkeit zur Verfügung steht. Ebenso ist es üblich, dass Lehrpersonen die ganze Woche an der Schule bleiben und in eine Lehrerhaus wohnen können.

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